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            <titleStmt>
                <title level="s">Digitale Edition Grazer Nuntiaturberichte (1580-[1602])</title>
                <title type="iso-date" when-iso="1584-05-18" n="1">1584-05-18</title>
                <title level="a">168. Steirische Verordnete an Malaspina - Graz, 1584 Mai 18</title>
                <author>Steirische Verordnete</author>
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                    <persName>Kroissenbrunner Martin</persName>
                    <resp>Transkription und TEI-Kodierung</resp>
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                <respStmt>
                    <persName>Kofler Sabine</persName>
                    <resp>Lektorat</resp>
                </respStmt>
                <respStmt>
                    <persName>Schopper Daniel</persName>
                    <resp>Beratung</resp>
                </respStmt>
                <respStmt>
                    <persName ref="https://d-nb.info/gnd/13281899X">Kurz Stephan</persName>
                    <resp>Beratung</resp>
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                <funder>
                    <persName ref="https://d-nb.info/gnd/1155422082">Gottsmann Andreas</persName>
                    <address>
                        <orgName>Historisches Institut beim Österreichischen Kulturforum in
                            Rom</orgName>
                        <street>Viale Bruno Buozzi 111-113</street>
                        <settlement>Rom</settlement>
                        <postCode>00197</postCode>
                        <country>Italien</country>
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                </funder>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage</publisher>
                <pubPlace>Vienna</pubPlace>
                <date when="2024">2024</date>
                <availability>
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">
                        <p>Sie dürfen: Teilen – das Material in jedwedem Format oder Medium
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                    </licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <seriesStmt>
                <p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondence of the Nuncio in Graz
                    (1580-[1602])</p>
            </seriesStmt>
            <sourceDesc>
                <biblStruct corresp="book">
                    <monogr>
                        <editor>
                            <persName ref="https://d-nb.info/gnd/118968440">Rainer Johann</persName>
                        </editor>
                        <respStmt>
                            <resp>Mitarbeit</resp>
                            <persName ref="https://d-nb.info/gnd/14367465X">Weiss Sabine</persName>
                        </respStmt>
                        <title type="main">Grazer Nuntiatur</title>
                        <title type="sub">Nuntiatur des Germanico Malaspina und des Giovanni Andrea
                            Caligari; 1582-1587</title>
                        <idno type="ISBN">3-7001-0424-3</idno>
                        <imprint>
                            <pubPlace>Wien</pubPlace>
                            <date>1981</date>
                            <publisher>
                                <orgName>Österreichische Akademie der Wissenschaften</orgName>
                                <orgName>Österreichisches Kulturinstitut in Rom</orgName>
                            </publisher>
                            <respStmt>
                                <resp>Unterstützung bei Herausgabe</resp>
                                <orgName>Historische Landeskommission für Steiermark</orgName>
                            </respStmt>
                        </imprint>
                        <biblScope unit="volume" n="2">2. Band</biblScope>
                        <extent>
                            <measure unit="pages" quantity="526">526 Seiten</measure>
                        </extent>
                    </monogr>
                    <series>
                        <title type="main">Publikationen des Österreichischen Kulturinstituts in
                            Rom</title>
                        <title type="sub">Nuntiaturberichte</title>
                    </series>
                </biblStruct>
                <msDesc>
                    <msIdentifier>
                        <collection>
                            <lb/>Graz LA, Landschaftliches Archiv, Reformation 75,
                            Konzept.</collection>
                    </msIdentifier>
                </msDesc>
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                    <persName>Steirische Verordnete</persName>
                    <date when="1584-05-18" n="1"/>
                    <placeName ref="http://www.geonames.org/2778067">Graz</placeName>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="http://d-nb.info/gnd/118576658">Malaspina, Germanico</persName>
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                    <ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L2_00167.xml"
                        >167. Malaspina an Gallio - Graz, 1584 Mai 15</ref>
                    <ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L2_00169.xml">169.
                        Malaspina an Gallio - Graz, 1584 Mai 23</ref>
                </correspContext>
            </correspDesc>
            <abstract>
                <p>Warnung wegen gefährlichen Steinwurfes aus der Umgebung Malaspinas auf
                    steirischen Adeligen, die zur Nuntiatur gehörigen Leute und Diener in besserer
                    Zucht als bisher zu halten.</p>
            </abstract>
        </profileDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <head n="168">Steirische Verordnete an Malaspina - Graz, 1584 Mai 18</head>
            <div>
                <p>Ad Rhomani pontificis nuncium Malamspinam.<note xml:id="FN2_00168_01"
                        type="footnote">Vgl. unten Nr. 171, Anm. 8.</note>Wir geben dem herr
                    zuvernemen, das an iezo di herrn unnd lanntleut einer Ersamen La(ntschafft)
                    unvermeidenlichen notturfft nach bei <pb xml:id="P2_0000262"/>einander gewesen,
                        <note xml:id="FN2_00168_02" type="footnote">Der Landesverweser Sigmund
                        Friedrich von Herberstein hat für den 16. Mai eine große Zahl Adeliger wegen
                        der Verfolgung der Bürger und des Einschleichens welscher Landsknechte zu
                        Beratungen nach Graz eingeladen (Loserth, FRA II/50, S. 540, Anm.
                    1).</note>ist inen neben andern auch dises fürkhomen, das mer unruebig gsindl
                    und diener inmassen war der zeit auß beschehen und eine Ersame La(ntschafft)
                    selbs solches Irer Für(stlichen) Dur(chlaucht) gehorsamist angebracht, allerlai
                    mutwillige hanndl thuet anfahen, <note xml:id="FN2_00168_03" type="footnote">Es
                        gingen damals beunruhigende Gerüchte um, daß allerlei welsches Gesindel sich
                        herumtreibe und daß 1500 Papisten in- und außerhalb von Graz bereit seien,
                        auf den ersten Schuß hin das Landhaus, die Stiftskirche und das Münzhaus zu
                        überfallen (Loserth, FRA II/50, S. 537).</note>wie dan vor wenig tagen einem
                    lantman dieses landes <note xml:id="FN2_00168_04" type="footnote">David von
                        Lengheim (Graz LA, Landschaftliches Archiv, Reformation 75).</note>ein
                    gefarlicher wurf mit einem stain zugemessen worden und do derselbig recht
                    angangen und es der almechtig gott nicht sonderlich verhuetet, etwa ein anderes
                    und gefarlichers darauß entstanden, sonderlich aniezo bei des gemeinen mans
                    schwierigkheit ein solches unglickh sich gar balld zugetragen hette, das auß
                    einem geringen ein beschwarlicher tumult entstannden, <note
                        xml:id="FN2_00168_05" type="footnote">Die Verordneten hielten den
                        Zwischenfall für so wichtig, daß sie die Stände Kärntens und Krains darüber
                        informierten (Loserth, FRA II/50, S. 542).</note>welches wir Irer
                    F(ürstlichen) D(urchlaucht) unserm genedigsten herrn und l(andes)fürsten unsern
                    schuldigen pflichten nach an iezo abermals darumben auch gehorsamist erwidert
                    haben, auf das Sie gnädig wahrnemmen solle, woher die ursachen allerlai unrats
                    sich erheben und begeben. <note xml:id="FN2_00168_06" type="footnote">Zwischen
                        Erzherzog Karl und den Verordneten entstand darüber ein Schriftwechsel, der
                        am 2. Juni 1584 mit der landesfürstlichen Resolution beendet wurde, daß der
                        Täter nicht zu bestrafen sei, weil der Steinwurf nicht vorsätzlich erfolgte
                        (Graz LA, Landschaftliches Archiv, Reformation 75).</note></p>
                <p>Dieweil dan die herrn und lanndtleuth befunden, das solcher Eurer leutt
                    muetwillige handlung in die lenng nichts guetts anrichten und etwan eine solches
                    verursachen, welches Irer Für(stlichen) Dur(chlaucht) und derselben
                    gehorsamisten la(ntschafft) in andern beschwarlichen handlungen und
                    ungelegenheiten gedeien mechten, auch uns deswegen auferlegt, Euch hiemit
                    guetlich zuverstehen, unns zu allem iberfluß zu warnnen, das Ir euer leut unnd
                    diener besser in zucht alls bisherr beschehen, erhalten wellet, auch den iezigen
                    fäler zu billicher und offentlicher wort andern zum exempel darstellt, auf das
                    nit hernach auß einem cleinen, weil hievor durch euere diener <pb
                        xml:id="P2_0000263"/>auch allerlei unzucht und ungebühr wie gemelt gebraucht
                    worden, ein grössers und beschwarlichers ervolge.</p>
                <p>Welches wir für unsere personen nit gern sehen und euch herr auß bevelch der
                    herrn und lantleuth hiemit warnungs weiß unangezeigter nicht khünen lassen, uns
                    alle dem almechtigen bevelhennd<note xml:id="FN2_00168_07" type="footnote"
                        >Anfangs 1581 wurde aus dem Lengheim-Haus in Graz ein schwerer Stein auf
                        Malaspina geworfen (Loserth, FRA II/50, S. 193).</note>. . .</p>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
