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            <titleStmt>
                <title level="s">Digitale Edition Grazer Nuntiaturberichte (1580-[1602])</title>
                <title type="iso-date" when-iso="1601-07-30" cert="low" n="3">vermutlich
                    1601-07-30</title>
                <title level="a">242.3. (Portia an Aldobrandini) - (Graz, 1601 Juli 30)</title>
                <author ref="http://d-nb.info/gnd/124343775">Portia, Girolamo</author>
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                    <persName>Kroissenbrunner Martin</persName>
                    <resp>Transkription und TEI-Kodierung</resp>
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                    <persName>Schopper Daniel</persName>
                    <resp>Beratung</resp>
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                    <persName ref="https://d-nb.info/gnd/13281899X">Kurz Stephan</persName>
                    <resp>Beratung</resp>
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                    <persName ref="https://d-nb.info/gnd/1155422082">Gottsmann Andreas</persName>
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                        <orgName>Historisches Institut beim Österreichischen Kulturforum in
                            Rom</orgName>
                        <street>Viale Bruno Buozzi 111-113</street>
                        <settlement>Rom</settlement>
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                        <country>Italien</country>
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                <publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage</publisher>
                <pubPlace>Vienna</pubPlace>
                <date when="2024">2024</date>
                <availability>
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">
                        <p>Sie dürfen: Teilen – das Material in jedwedem Format oder Medium
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                    </licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <seriesStmt>
                <p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondence of the Nuncio in Graz
                    (1580-[1602])</p>
            </seriesStmt>
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                <biblStruct corresp="book">
                    <monogr>
                        <editor>
                            <persName ref="http://viaf.org/viaf/294639832">Zingerle
                                Elisabeth</persName>
                        </editor>
                        <title type="main">Grazer Nuntiatur</title>
                        <title type="sub">Nuntiatur des Girolamo Portia; 1599-1602</title>
                        <idno type="ISBN">978-3-7001-7146-1</idno>
                        <imprint>
                            <pubPlace>Wien</pubPlace>
                            <date>2012</date>
                            <publisher>
                                <orgName>Österreichische Akademie der Wissenschaften</orgName>
                                <orgName>Historisches Institut beim Österreichischen Kulturforum in
                                    Rom</orgName>
                                <persName>Bösel Richard</persName>
                                <persName>Fillitz Hermann</persName>
                            </publisher>
                            <respStmt>
                                <resp>Unterstützung bei Herausgabe</resp>
                                <orgName>Historische Landeskommission für Steiermark</orgName>
                            </respStmt>
                        </imprint>
                        <biblScope unit="volume" n="5">5. Band</biblScope>
                        <extent>
                            <measure unit="pages" quantity="974">974 Seiten</measure>
                        </extent>
                    </monogr>
                    <series>
                        <title type="main">Publikationen des Historischen Instituts beim
                            Österreichischen Kulturforum in Rom</title>
                        <title type="sub">Nuntiaturberichte</title>
                    </series>
                </biblStruct>
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                    <msIdentifier>
                        <collection>
                            <lb/>ASV, Fondo Borghese, serie III 111 C, fol. 81r–v, Kop. <note
                                xml:id="FN5_242.3_01" type="footnote">Kopie eines nicht auffindbaren
                                Berichtes an San Giorgio.</note></collection>
                    </msIdentifier>
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                        Girolamo</persName>
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                    <placeName ref="http://www.geonames.org/2778067" cert="low">Graz</placeName>
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                    <persName ref="http://d-nb.info/gnd/124294707" cert="low">Aldobrandini,
                        Pietro</persName>
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                <correspContext>
                    <ref type="belongsToCorrespondence" target="correspondence_077">Aldobrandini,
                        Pietro - Portia, Girolamo</ref>
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                        >242.2. Portia an Aldobrandini - Graz, 1601 Juli 30</ref>
                    <ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L5_243.1.xml">243.1.
                        San Giorgio an Portia - Rom, 1601 August 4</ref>
                    <ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence"
                        source="correspondence_077" target="L5_242.2.xml">242.2. Portia an
                        Aldobrandini - Graz, 1601 Juli 30</ref>
                    <ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence"
                        source="correspondence_077" target="L5_243.2.xml">243.2. Aldobrandini an
                        Portia - Rom, 1601 August 4</ref>
                </correspContext>
            </correspDesc>
            <abstract>
                <p>Gian Francesco Aldobrandini ist nach Agram/Zagreb abgereist und wurde einen Teil
                    der Strecke von den Erzherzögen Ferdinand und Maximilian Ernst sowie Don
                    Giovanni de’ Medici und Portia begleitet. Portia wird auf Wunsch Gian Francesco
                    Aldobrandinis in Graz bleiben. Der Nuntius am Kaiserhof [Spinelli] wurde von
                    Jakob von Breuner über die Bedenken Gian Francescos unterrichtet, die
                    päpstlichen Soldaten für die Eroberung von Ofen/Buda einzusetzen. Spinelli
                    zögerte, dies am Kaiserhof zu melden, da er sich bereits mit Versprechungen
                    exponiert hatte. Man hat vom Pesttod des Damad Ibrahim Pascha in Belgrad/Beograd
                    gehört, zu dessen Nachfolger der Pascha von Bosnien [Derwisch Pascha] ernannt
                    worden sein soll. Die Türken treiben die Friedensverhandlungen voran, rüsten
                    aber weiter ihre Truppen auf. Der Bischof von Bamberg [Gebsattel] hat Erzherzog
                    Ferdinand Waffen und Munition gesandt. Erzherzog Ferdinand macht sich bereit für
                    den Kriegszug. Die Anreise der spanischen Truppen soll über Linz nach
                    Innerösterreich erfolgen.</p>
            </abstract>
        </profileDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <head n="242.3">[Portia an Aldobrandini] - [Graz, 1601 Juli 30]</head>
            <div>
                <p>L’Ecc.mo Sig. Generale che partì hoggi otto, come fu scritto, si truova hormai
                    d’arrivo ne contorni di Zagabria con salvezza. Nella sua mossa da <pb
                        xml:id="P5_0000538"/>Graz l’E. S. fu accompagnata per tre leghe dalli due
                    ser.mi fratelli Ferdinando et Massimiliano et dal Sig. Don Giovanni Medici <note
                        xml:id="FN5_242.3_02" type="footnote">Don Giovanni de’ Medici (1567–1621),
                        Sohn von Großherzog Cosimo I. der Toskana und Eleonora degli Albizzi. Er war
                        als Diplomat und Militär für das Großherzogtum tätig und diente in
                        verschiedenen Ländern wie z. B. Flandern und Ungarn. 1601 nahm er mit den
                        Truppen des Großherzogs am Rückeroberungsversuch der Festung Kanizsa teil.
                        Nachdem er einige Zeit am französischen Hof verbracht hatte, wechselte er in
                        den Dienst Venedigs, wo er mit einigen Unterbrechungen bis zu seinem Tod
                        verblieb. 1617 zum Governatore Generale dell’esercito della Repubblica
                        ernannt, kämpfte er im Friaul gegen die Uskoken: vgl. SOMMI PICENARDI;
                        PIERACCINI 2, S. 217–249; SODINI, S. 93–109; MARTELLI/GALASSO, S. 68 (Anm.
                        1); DBI 73, S. 72–77. Don Giovanni de’ Medici berichtete regelmäßig an den
                        Hof von Florenz über seine Reise nach Graz und an die innerösterreichische
                        Grenze. Die Schreiben aus Graz stammen vom 8. Juli bis 20. August 1601 und
                        befinden sich neben den anderen Berichten von dieser Reise in: ASFi, MdP
                        5155.</note>, né a me toccò se non di tornare adietro con li stessi
                    Prencipi, essendo stato tale il commandamento di S. E., a cui piacque che per
                    hora non m’allontanassi dalla Corte, così per accelerare le provigioni della
                    guerra et procurare quello che potesse esser di servitio all’E. S. presso ’l
                    ser.mo Arciduca, com’anco per attendere quello che venisse significato da Praga
                    dal Marisciale Prainer, di cui sono lettere de 21 a S. A. con aviso ch’egli
                    haveva posta mano alla sua negotiatione commessagli di qua, ma che havendo
                    presentata a Monsig. rev.mo Spinelli la lettera dell’Ecc.mo Sig. Generale, nella
                    quale si deducevano le ragioni che stimava S. E. renderle difficile, anzi quasi
                    impossibile, di far passare la soldatesca Pontificia da Zagabria verso Ungheria
                    et all’impresa di Buda, scorgeva che ’l medesimo Monsignore andava non puoco
                    riservato in far la relatione, parendo ciò avenire da rispetto ch’egli innanzi
                    havesse data intentione a Ministri di Cesare che li aiuti di N. S. sarebbono
                    sempre stati in punto per impiegarsi verso dove fosse commandato dalla M.tà S.,
                    aggiongendo il sodetto Prainer che perciò temeva di non potersi spedire così di
                    facile o almeno che la risolutione dell’Imperatore sarebbe ita in lungo, cosa
                    ch’egli nondimeno studiava di evitare per stricarsi quanto prima et per non
                    lasciar scorrer il tempo in pregiuditio dei disegni et in danno et in commodo
                    delle genti hormai coadunate.</p>
                <p>D’Ibraim Bassa è aviso certo che in Belgrado sia morto di peste<note
                        xml:id="FN5_242.3_03" type="footnote">Damad Ibrahim Pascha war am 10. Juli
                        1601 in Semlin/Zemun bei Belgrad verstorben: vgl. Nr. 203.1.</note>et che
                    ogni giorno ve ne perivano sessanta et più, dicendosi che ’l Luogotenente
                    dell’istesso Ibraim era entrato in Buda con tremila soldati et che se gli
                    sarebbe dichiarato successore il Bassa della Bosna <note xml:id="FN5_242.3_04"
                        type="footnote">Derwisch Pascha: vgl. Nr. 51.1.</note>, sendo opinione che
                    ’l mancamento d’un tal Capo sia per apportare giovamento alle cose de’
                    Christiani.</p>
                <pb xml:id="P5_0000539"/>
                <p>La pace per quello s’intende si ricerca con maggior instanza che mai da Turchi, i
                    quali però non ralentano d’amassar gente et di rendersi di continuo più forti
                    per loro assicuratione et per haver comodità d’assalire con occasione
                    gl’Imperiali.</p>
                <p>Il Vescovo di Bamberga in questa speditione ha donato all’Arciduca centocinquanta
                    centinara di libre di polvere d’Archibuggio, mille Moschetti co’ suoi finimenti
                    et alcun’altre cose simili che puonno ascendere al valore di quindicimila
                    fiorini, havendo ’l medesimo Monsignor essortato S. A. ad uscire contro
                    l’inimico, auguratagli forza et vittoria da Dio et offertosi di fare la parte
                    sua co ’l indire preghiere al Signore per tutta la sua Diocese et co ’l tenere
                    egli stesso publiche processioni. Cosa c’ha consolato et inanimito non puoco
                    questo Prencipe, il quale si conferma, havuta qualche risposta da Praga, di
                    voler uscire in Campagna et far la raccolta di tutte le genti, tenendosi che
                    quelle del Re Cattolico debbano tosto entrare in queste Provincie, essendosi
                    loro spacciati incontro Commissarii con ordine di farle sbarcare a Lintz et di
                    là senza calar a Vienna condurle in queste parti. …</p>
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