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            <titleStmt>
                <title level="s">Digitale Edition Grazer Nuntiaturberichte (1580-[1602])</title>
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                <title level="a">297.1. Portia an Aldobrandini - Graz, 1602 Februar 11</title>
                <author ref="http://d-nb.info/gnd/124343775">Portia, Girolamo</author>
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                    <persName>Kroissenbrunner Martin</persName>
                    <resp>Transkription und TEI-Kodierung</resp>
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                    <persName>Schopper Daniel</persName>
                    <resp>Beratung</resp>
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                    <persName ref="https://d-nb.info/gnd/13281899X">Kurz Stephan</persName>
                    <resp>Beratung</resp>
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                    <persName ref="https://d-nb.info/gnd/1155422082">Gottsmann Andreas</persName>
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                        <orgName>Historisches Institut beim Österreichischen Kulturforum in
                            Rom</orgName>
                        <street>Viale Bruno Buozzi 111-113</street>
                        <settlement>Rom</settlement>
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                        <country>Italien</country>
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            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage</publisher>
                <pubPlace>Vienna</pubPlace>
                <date when="2024">2024</date>
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                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">
                        <p>Sie dürfen: Teilen – das Material in jedwedem Format oder Medium
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                    </licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <seriesStmt>
                <p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondence of the Nuncio in Graz
                    (1580-[1602])</p>
            </seriesStmt>
            <sourceDesc>
                <biblStruct corresp="book">
                    <monogr>
                        <editor>
                            <persName ref="http://viaf.org/viaf/294639832">Zingerle
                                Elisabeth</persName>
                        </editor>
                        <title type="main">Grazer Nuntiatur</title>
                        <title type="sub">Nuntiatur des Girolamo Portia; 1599-1602</title>
                        <idno type="ISBN">978-3-7001-7146-1</idno>
                        <imprint>
                            <pubPlace>Wien</pubPlace>
                            <date>2012</date>
                            <publisher>
                                <orgName>Österreichische Akademie der Wissenschaften</orgName>
                                <orgName>Historisches Institut beim Österreichischen Kulturforum in
                                    Rom</orgName>
                                <persName>Bösel Richard</persName>
                                <persName>Fillitz Hermann</persName>
                            </publisher>
                            <respStmt>
                                <resp>Unterstützung bei Herausgabe</resp>
                                <orgName>Historische Landeskommission für Steiermark</orgName>
                            </respStmt>
                        </imprint>
                        <biblScope unit="volume" n="5">5. Band</biblScope>
                        <extent>
                            <measure unit="pages" quantity="974">974 Seiten</measure>
                        </extent>
                    </monogr>
                    <series>
                        <title type="main">Publikationen des Historischen Instituts beim
                            Österreichischen Kulturforum in Rom</title>
                        <title type="sub">Nuntiaturberichte</title>
                    </series>
                </biblStruct>
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                    <msIdentifier>
                        <collection>
                            <lb/>ASV, Fondo Borghese, serie IV 238, fol. 23r–24r, Kop. <note
                                xml:id="FN5_297.1_01" type="footnote">Kopie eines nicht auffindbaren
                                Berichtes an San Giorgio.</note></collection>
                    </msIdentifier>
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                    <persName ref="http://d-nb.info/gnd/124343775">Portia, Girolamo</persName>
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                    <placeName ref="http://www.geonames.org/2778067">Graz</placeName>
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                    <persName ref="http://d-nb.info/gnd/124294707">Aldobrandini, Pietro</persName>
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                    <ref type="belongsToCorrespondence" target="correspondence_077">Aldobrandini,
                        Pietro - Portia, Girolamo</ref>
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                        >296.1. Aldobrandini an Portia - Rom, 1602 Februar 9</ref>
                    <ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L5_298.1.xml">298.1.
                        Clemens VIII. an Portia - Rom, 1602 Februar 15</ref>
                    <ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence"
                        source="correspondence_077" target="L5_296.1.xml">296.1. Aldobrandini an
                        Portia - Rom, 1602 Februar 9</ref>
                    <ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence"
                        source="correspondence_077" target="L5_299.1.xml">299.1. Portia an
                        Aldobrandini - Graz, 1602 Februar 18</ref>
                </correspContext>
            </correspDesc>
            <abstract>
                <p>Erzherzog Ferdinand ist mit seinem Bruder Maximilian Ernst am 7. Februar aus Prag
                    zurückgekehrt. Trotz der kaiserlichen Versprechungen für die Unterstützung der
                    Grenzsicherung Innerösterreichs befürchtet man, dass das Hauptaugenmerk der
                    kaiserlichen Politik auf Ungarn gerichtet bleiben wird. Zufolge der bezüglich
                    Tirol getroffenen Vereinbarung wird der Kaiser Erzherzog Maximilian III. zum
                    Statthalter ernennen, die Einkünfte werden nach Bezahlung der Schulden Erzherzog
                    Ferdinands von Tirol aufgeteilt. Erzherzog Ferdinand hat seinen Anteil dem
                    Kaiser überlassen, worüber Erzherzogin Maria gar nicht erfreut war. Der Pascha
                    von Bosnien [Derwisch Pascha] zieht mit den Begh von Inselburg/Szigetvár,
                    Cernik, Poschegg/Pozega nach Kanizsa, um die Festung erneut aufzurüsten. Der
                    angeblich zum Oberkommandierenden in Ungarn ernannte Cicala soll die
                    Rückeroberung von Stuhlweißenburg/Székesfehérvár und Gran/ Esztergom planen. Der
                    Erzbischof von Salzburg [Raitenau] besetzt ein vakantes Kanonikat mit Erzherzog
                    Karl, die erzherzogliche Familie bittet um rasche Bestätigung durch Rom. Dank
                    für die Dispens für Vopolio.</p>
            </abstract>
        </profileDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <head n="297.1">Portia an Aldobrandini - Graz, 1602 Februar 11</head>
            <div>
                <p>È ritornato dal suo viaggio di Praga il ser.mo Arciduca Ferdinando, il quale
                    sendo co ’l fratello Massimiliano gionto qua alli 7 del corrente, se ben <pb
                        xml:id="P5_0000649"/>s’è havuta confirmatione di quanto ho scritto con le
                    antecedenti a V. S. Ill.ma <note xml:id="FN5_297.1_02" type="footnote">Nr. 294.2
                        (Kopie eines Berichtes an San Giorgio).</note>in proposito della
                    sodisfattione data et ricevuta scambievolmente dalla M.tà dell’Imperatore et
                    dall’A. S., tuttavia non ostante che Cesare habbia promesso molto circa li
                    aiuti, pare che qui le speranze non sian maggiori dell’ordinario in haverli
                    rispetto alla tardanza delle essecutioni et alle difficoltà di ritrar dinari
                    dalli Ministri dell’Impero et parimente da quelli di S. M.tà, li quali, rivolti
                    a loro più prossimi interessi et ai bisogni dell’Ungheria portati innanzi
                    dall’Arciduca Mattia et dal Duca di Mercurio, hanno l’animo così di provedere a
                    quelle parti che queste potranno per aventura o restare dimenticate o puoco
                    soccorse et aiutate.</p>
                <p>Li affari del Tirolo si sono finalmente composti et stabiliti in conformità di
                    ciò che da me fu scritto li giorni adietro<note xml:id="FN5_297.1_03"
                        type="footnote">Nicht auffindbar.</note>, li principai Capi del cui
                    stabilimento sono ch’il più vecchio di Casa d’Austria habbia ’l governo del
                    stato et sia pro indiviso, che delle rendite si paghino principalmente i debiti
                    del già Arciduca Ferdinando et che poi si dividino per metà et giusta portione
                    l’una per l’Imperatore et fratelli, l’altra similmente per questi Principi di
                    Graz. Intanto toccando l’amministratione del sodetto Stato a Cesare, come d’età
                    maggiore, ha prononciato Governatore et vi anderà l’Arciduca Massimiliano
                    fratello in luoco di S. M.tà, la quale mi vien communicato in molta confidenza
                    che habbia ricercato quest’Arciduca che le facesse dono della portione che gli
                    perveniva dell’entrate cavatesi dal Tirolo dopo la morte di Ferdinando, et che,
                    havendone S. A. compiacciuto l’Imperatore, la ser.ma Madre per interesse
                    degl’altri figliuoli l’habbia sentito puoco volentieri, massime sendo hormai
                    sette anni da che morì l’Arciduca et perciò la somma non puoco importante <note
                        xml:id="FN5_297.1_04" type="footnote">Im Prager Vergleich vom 5. Februar
                        1602 wurde rund sieben Jahre nach dem Tod Eh. Ferdinands von Tirol die
                        Unteilbarkeit Tirols und der Vorlande sowie die Aufteilung der Einkünfte
                        unter den Mitgliedern des Hauses Habsburg festgelegt. Erzherzog Maximilian
                        III. trat im Juli 1602 seine Regierung als Statthalter von Tirol an: vgl.
                        EGGER 2, S. 276; HIRN, Tirol. Vgl. Nr. 174.1.</note>.</p>
                <p>Questi giorni m’è stato detto per cosa certa che ’l Bassa della Bosna con li
                    Beghi di Sighet, Zernich et Possega<note xml:id="FN5_297.1_05" type="footnote"
                        >Nicht identifiziert.</note>doveva venire forte di quattromila persone alla
                    volta di Canisa per guernirla de monitioni, fortificarla di nuovo et condur
                    fuori l’Artiglieria lasciata da nostri nell’assedio, inviandola alla volta di
                    Costantinopoli, onde si teme di qualche irrutione et scorreria alla volta di
                    Rochenspurg.</p>
                <p>Per via de Prigioni et spie, si ha che ’l Cicala<note xml:id="FN5_297.1_06"
                        type="footnote">Scipione Cicala (1545–1605), Cighala-Zade Sinan Pascha. Der
                        aus Messina gebürtige Scipione geriet 1561 mit seinem Vater Visconte in
                        türkische Gefangenschaft, konvertierte zum Islam und machte innerhalb des
                        islamischen Reiches eine beeindruckende militärische Karriere. Nach 1600 war
                        er als General im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Persien tätig: vgl.
                        BARTL, Westbalkan, S. 53f.; JAITNER, Clemens VIII., S. 285f. (Anm. 8); EI 2,
                        S. 35f.</note>sia per uscire con carica suprema di Generale in Ungheria et
                    che i primi disegni dell’inimico siano <pb xml:id="P5_0000650"/>il riacquisto di
                    Albaregale et di Strigonia et che senza ’l possesso dell’uno et l’altro luoco
                    non sarà mai per prestare orecchia a partito alcuno di pace.</p>
                <p>Attorno ’l Canonicato di Salzburg haverà V. S. Ill.ma veduto per altre mie
                        lettere<note xml:id="FN5_297.1_07" type="footnote">Nr. 294.2.</note>che
                    sendone seguita vacanza l’Arcivescovo n’ha hormai compiacciuta la ser.ma
                    Arciduchessa nominandovi l’Arciduca Carlo, la cui speditione dovendosi far
                    costì, se n’è di già dato ordine al Pico et supplicata anco V. S. Ill.ma, come
                    si fa di nuovo, a volerla favorire con la molta sua auttorità <note
                        xml:id="FN5_297.1_08" type="footnote">Vgl. Nr. 294.2.</note>, alla quale si
                    rendono gratie humilissime della dispensa ottenuta da S. B.ne per il Vopolio
                        <note xml:id="FN5_297.1_09" type="footnote">Vielleicht Ulpiano Volpi
                        (1559–1629), Abbreviator di parco maiori (1603), Erzbischof von Chieti
                        (1609–1615), außerordentlicher Nuntius in Spanien (1610– 1611), Sekretär der
                        Congregazione dei Vescovi e Regolari (1616–1621), Bischof von Novara
                        (1619–1622), Datar Gregors XV. (1621–1623), Brevensekretär (1623–
                        1627):vgl.HC4,S.262,332; GIORDANO, Paolo V,S.233f.;
                        JAITNER,Prosopographie,S. 172.</note>, et di ciò n’haverà cura parimente il
                    sodetto Pico. …</p>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
