Regest
Papst legte ihm bei der Verleihung des verwaisten Bistums Adria1nahe, sich auf der Rückreise an der deutschen Grenze von Ferdinand zu trennen, weiters baldige Konsekration und Residenz in der Diözese. 2Will aber sein Versprechen zur Begleitung bis Graz halten. Morgen Weiterreise nach Loreto. 3In der Nacht Kurier des Herzogs von Savoyen mit der Nachricht vom Friedenschluss zwischen Spanien und Frankreich angekommen. 4
Archiv
Wien, HHStA, Fam. Korr. A, Karton 42, fol. 12rv, Orig.
Brieftext
Kein Brieftext vorhanden
Fußnoten
- 1 Bei dem am 13. Mai 1598 in Ferrara stattgefundenen Konsistorium verlieh der Papst das Bistum Adria mit angeblich 4.000 Kronen Jahreseinkünften an G. Portia. Die diesbezüglichen Urkunden wurden erst am 7. August ausgestellt: Loserth, Tagebuch, S. 51; H. C. IV, S. 69.
- 2 G. Portia trennte sich auf der Rückreise am 17. Juni in Verona von Ferdinand, begab sich nach Ferrara und kam im September wieder nach Graz, wo er bis 1606 blieb: Loserth, Tagebuch, S. 87; siehe Nr. 434, 444.
- 3 Ferdinand war am 19./20. Mai in Loreto, stiftete eine große silberne Lampe mit vielen Dukaten für ein Ewiges Licht und wohnte einem Exorzismus bei: ebenda, S. 57 f.
- 4 Friede von Vervins vom 2.Mai 1598: Lutz, Aufbruch, S. 129.