Briefnr. 427

Portia an Maria - Padua, 1598 Mai 5

Band 4

Regest

Schreibt nur kurz, weil Casal1und andere ausführlich über Ferdinands Italienreise berichten. In Padua von der Regierung Venedigs großer Empfang vorbereitet, 300 gerüstete Pferden und 700 Mann zu Fuß standen bereit; wurde aber umgangen, nicht angenommen und im S. Justina-Kloster Quartier bezogen. Rektoren und vornehmste Amtsleute schickten Lebensmittel, Zuckerwerk und dergleichen zur Labung. Erwähnte in der Dankesrede, dass es Ferdinand lieber sei, Pomp und Geschenke zu vermeiden. 2Von einem von Graf Hermes Portia 3vermittelten Kaufmann für 1.000 Taler Seidenwaren gekauft. Diesbezügliche Kontakte mit Bankier Calice. 4


Archiv

Wien, HHStA, Fam. Korr. A, Karton 7, fol. 27r, Orig.


Kein Brieftext vorhanden


Fußnoten

  • 1 Peter Casal, Geheimsekretär Ferdinands und Verfasser des ausführlichen, von Loserth edierten Reiseberichts. 
  • 2 Ferdinand wollte inkognito reisen. 
  • 3 Graf Hermes Portia war ein Onkel von Nuntius Girolamo Portia, residierte auf Schloss Porcia, wo Ferdinand einkehrte: Loserth, Tagebuch, S. 28, 31. 
  • 4 Bartolomeo Calice war auch bei der Finanzierung der Waffenkäufe beteiligt: Nr. 390.