Briefnr. 434

Portia an Ferdinand - Ferrara, 1598 Juli 22

Band 4

Regest

In Ferrara nicht mit eigenen, gut auf dem Weg befindlichen,1sondern nur mit Anliegen der Hoheiten beschäftigt; für Leopold mit Passau, für Karl mit Straßburg und für Maximilian eher mit Militärischem. 2Hat noch keine 460Nachricht von der in Italien seit etlichen Tagen bekannten spanischen Resolution. 3Sorge um Spanienreise wegen Pestverdacht. 4Geheime Verhandlungen mit Montoja. 5


Archiv

Wien, HHStA, Fam. Korr. A, Karton 42, fol. 18r–19r, Orig., eigenhändig


Kein Brieftext vorhanden


Fußnoten

  • 1 Siehe Nr. 438. 
  • 2 Leopold erhielt die Bistümer Passau und Straßburg, Karl Breslau und Brixen, Maximilian wurde Deutschordens-Komtur. Schon am 15. Juli teilte G. Portia Maria mit, dass Karl für Straßburg dem Papst noch zu jung sei, er aber weiter dafür arbeiten werde: Nr. 433. 
  • 3 Betreffend die Hochzeit Philipps III. 
  • 4 Rainer, Hochzeit, S. 8 ff. Im Herbst 1598 war in Prag eine pestartige Epidemie ausgebrochen, und in Graz waren von November 1598 bis Januar 1599 die Schulen geschlossen: Peinlich, Geschichte, S. 45; Böhmische Landtagsverhandlungen IX, S. 602. 
  • 5 Pietro Montoja war Mitglied der päpstlichen Hofkapelle, deren musikalische Darbietungen Ferdinand während seines Aufenthalts in Ferrara gehört hatte. Diesem Schreiben zufolge war Portia offenbar mit der Abwerbung eines Sängers beauftragt. Zu Montoja und dem von Portia ebenfalls kontaktierten Francisco Soto siehe Antonicek, Italienische Musikerlebnisse Ferdinands II., S. 102.