Regest
Ankündigung eines päpstlichen Breves an Erzherzog Ferdinand zur Empfehlung des Herrn Johann Georg Ainkhürn.
Archiv
ASV, Fondo Borghese, serie III 39, fol. 35r, Reg.
Brieftext
Scrive N. S. un breve al ser.mo Arciduca Ferdinando in raccomandatione del Sig. Giovanni Giorgio Ainchiori1, che desidera le sia concesso da S. A. il Castello di Longatez 2con quelle conditioni che le teneva suo Padre 3, 25et io la supplico con l’inclusa mia lettera di questa gratia, et perché intendo esser di molto più utile et servitio dell’A. S. il conceder detto Castello in questa maniera che darlo a Ministri particolari. Prego V. S. nel render detto Breve et lettera accompagnarli con quelli offitii che giudicherà necessarii rappresentando a S. A. il piacere che è per sentirne N. S. et l’obligatione che sono per tenerli di questo favore. …
Fußnoten
- 1 Johann Georg Ainkhürn, Hofdiener von Eh. Ferdinand (1596), Landesverwalter in Krain (1602). Johann Georg Ainkhürn befand sich zuvor zu Studienzwecken in Rom und erhielt dafür monatlich 15 Goldscudi vom Papst. Ende Januar 1596 empfahl die Kurie ihn und seinen Bruder der erzherzoglichen Familie in Graz: vgl. VALVASOR 3, S. 71; THIEL 1, S. 196; RAUCH, S. 240; RAINER, GN 4, Nr. 59, 66, 187. Die regelmäßigen Zahlungen der Depositeria Generale der Kurie an Johann Georg von Ainkhürn sind vom 21. Februar 1592 bis zum 15. Januar 1594 sowie vom 31. Januar 1596 bis zum 13. Mai 1598 mit einzelnen Unterbrechungen belegt: ASR, Camerale I, Conti della Depositeria Generale 1832, 1834, 1835, 1837, 1839, 1840, 1841. Schon in den Jahren 1596–1598 wurde seitens der Kurie über Portia interveniert, damit Johann Georg Ainkhürn das Schloss Loitsch/Logatec erhalte: vgl. RAINER, GN 4, Nr. 181, 253. Tatsächlich wird ein entsprechendes Breve an Eh. Ferdinand am 28. April 1599 ausgestellt: vgl. NANNIIMRKONJIé 3, Nr. 13141. Johann Georg Ainkhürn wollte Rom im Mai 1599 verlassen und sich unter anderem in den Dienst Raimund von Thurns begeben, der für ihn eine Empfehlung ausgesprochen hat: vgl. Aldobrandini an Raimund von Thurn, Rom, 1599 Mai 15, ASV, Fondo Borghese, serie III 33, fol. 203r. Im November 1601 wurde er von Eh. Ferdinand nach Rom geschickt, um Clemens VIII. das Mitgefühl über den Tod Gian Francesco Aldobrandinis zu überbringen und über die Kämpfe um die Festung Kanizsa zu berichten: vgl. Nr. 275.1.
- 2 Das Schloss Loitsch/Logatec diente als Sitz des Vizedomamtes und der gleichnamigen landesfürstlichen Herrschaft, die bis 1620 verpachtet war. Als Pächter scheinen unter anderem Urban (1580–1587) und Georg (1591–1599) Ainkhürn auf. 1620 wurde die Herrschaft an die Familie Moscon verkauft und verblieb dann in den Händen verschiedener adeliger Familien: vgl. SAPAC, S. 83–91 (Ich danke Dr. Sašo Jerše für die freundliche Mitteilung).
- 3 Georg Ainkhürn, Landesverwalter in Krain (1593–1595). Er nahm 1594 mit dem Aufbot und der Ritterschaft aus Krain bei der Schlacht um Petrinia/Petrinja teil: vgl. VALVASOR 3, S. 71. Eh. Ferdinand beabsichtigte, die Herrschaft Loitsch/Logatec dem Quecksilberwerk in Idria/Idrija zu inkorporieren, sicherte Georg Ainkhürn aber für den Fall, dass die Herrschaft Logatec doch weiter vergeben wird, im Oktober 1599 die erste Antwartschaft darauf zu: vgl. StLA, HK–1599-X–40. Laut Valentinitsch hatte Johann Georg von Ainkhürn die landesfürstliche Pfandherrschaft Loitsch/Logatec von 1586–1606 inne: vgl. VALENTINITSCH, S. 370.